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Ein paar Stunden in Glasgow


Ich war letztens für ein Uni-Meeting in Glasgow und hab die Gelegenheit genutzt mir ein bißchen die Stadt anzusehen und Fotos zu machen. Anders als vor zwei Jahren als ich schon mal kurz da war. Von der Universität war ich da schon ziemlich beeindruckt und auch der Rest der Stadt hat tolle Gebäude. Ich habe nicht nach Sehenswürdigkeiten gesucht, sondern mich einfach treiben lassen und dabei tolle Ecken entdeckt - hier nun durch ein paar Wikipedia-Infos ergänzt.

Ein paar Stunden in Glasgow - Ausblick von der Universität - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Als ich das Hauptgebäude der Uni zum erstem mal sah und in einen der Innenhöfe ging kam ich mir schon ein bißchen vor wie in Hogwarts mit all den Türmen und hohen Fenstern. Es ist aber nicht so alt wie es aussieht, obwohl es die Universität seit 1451 gibt. Ich habe mir erzählen lassen, dass die Uni auf der Anhöhe im Westen der Stadt erst in der viktorianischen Zeit entstand. Die anderen Gebäude sind teilweise auch dem gotischen, teilweise einem anderen Stil nachempfunden.

Ein paar Stunden in Glasgow - Universität Vorderseite - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Zu dem Fluß Kelvin der in der Nähe durch die Stadt fließt gab es auch eine erzählenswerte Geschichte. Der Wissenschafter William Thomson hat sich als er zum Baron ernannt wurde nach diesen Gewässer benannt. Geforscht hat er unter anderem an der Thermodynamik und so wurde die wissenschaftliche Einheit der Temperatur wiederum nach ihm benannt. Wo wir gerade bei der Wissenschaft sind, da habe ich noch eine andere spannende Person kennengelernt.

Ein paar Stunden in Glasgow - Fluß Kelvin - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Ein paar Stunden in Glasgow - Mary Somerville auf der £10 Note - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Schottland hat ja andere Banknoten und auf dem 10-Pfund-Schein ist mir Mary Somerville (1780-1872) aufgefallen, also hab ich etwas recherchiert. Sie war eine autodidaktische Astronomin und Mathematikerin, die später vor allem als interdisziplinäre Wissenschafts-Autorin geschätzt und als "Queen of Science" bezeichnet wurde. So half eine ihrer Abhandlungen zum Beispiel bei der Entdeckung von Neptun. Kein Wunder, daß sie eine der ersten Frauenrechts-Petitionen sofort unterschrieb.

Mein Zug ging erst am nächsten Morgen, also hab ich mich mit der Kamera in der Hand auf den Weg zum Bahnhof gemacht und mir mehr Gebäude aller Art angesehen. Eins war offensichtlich schon länger verlassen und mit Streetart geschmückt, sowas finde ich ja besonders faszinierend. Die Mischung von historischen und modernen Elementen fand ich auch erstaunlich. Außerdem war es schon leicht herbstlich und einfach toll zum Spazierengehen.

Ein paar Stunden in Glasgow - Bahnhof Glasgow Central Brücke - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Ein paar Stunden in Glasgow - Bahnhof Glasgow Central Nordeingang - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Der Bahnhof Glasgow Central selbst ist typisch viktorianisch mit viel Glas und Zierelementen. Wärend der ersten Erweiterung nicht viele Jahre später kam Edwardianisches dazu. Obwohl seit dem natürlich öfter renoviert und modernisiert wurde, hat der Kopfbahnhof direkt nördlich des Flusses Clyde immer noch seinen Charme. Der Platz unter der verglasten Brücke wird auch Highlandman's Umbrella genannt, da sich diese früher dort trafen.
Ein paar Stunden in Glasgow - Streetart Frau mit Lupe - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Ein paar Stunden in Glasgow - Streetart Taxi mit Luftballons - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Ich hatte noch etwas Zeit und nun weiter durch die Innenstadt. Dort habe ich in einer Seitengasse noch mehr Streetart entdeckt. Die übergroße Frau mir der Lupe ist gemalt, daß es so aussieht als wurde sie einen der Passanten aufheben. Das andere Stück scheint schon etwas älter. Zum Shoppen in den vielem Geschäften war ich nicht - mit Ausnahme von etwas Halloween-Deko - da gibt es bestimmt auch einiges zu entdecken.

Ein paar Stunden in Glasgow - Stadtplan zum Anfassen - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Glasgow hatte um 1930 etwa 1,1 Millionen Einwohner*innen, mittlerweile ist die Zahl auf gut die Hälfte geschrumpft. Trotzdem leben heute in der Stadt und dem direkten Umland etwa ein Drittel aller Schott*innen. Edinbourgh habe ich - genau wie Newcastle - wieder nur durch die Zugscheibe gesehen. Da ich nun ja auf jeden Fall noch länger in Nordengland bleibe, wird es sich hoffentlich mal ergeben auch diese Städte anzusehen.

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