Mein ältestes UFO - oder - Ich stricke!


Als ich letztes Jahr mit dem Häkeln angefangen habe, fand ich Stricken ziemlich kompliziert. Ich hatte es ein paar mal mit Hilfe meiner Mutter probiert, kam aber alleine meist nicht weit. Vor kurzem bin ich im Internet über Strickvideos gestolpert und wollte es wieder probieren. Also kramte ich diesen angefangenen Pulli wieder heraus, von dem ich immer dachte den kriege ich nie fertig.

Dieses Projekt habe ich angefangen, als ich so 14-15 war - was definitiv Stil und Farbwahl erklärt - es ist demnach mein ältestes UnFertiges Objekt. Zu der Zeit habe ich noch nicht genäht und bin eher alternativ-hippiemäßig in Second-Hand Klamotten rumgelaufen. Der Pulli hätte schon prima zu meiner lila Cordschlaghose gepasst. Ob und wie ich den heute tragen würde sei mal dahingestellt, es geht mit dem Stricken weiter.

Als ich das mit der Rundnadel fixierte Paket entfaltet hatte, stellte ich fest, daß tatsächlich schon etwas mehr als ein Viertel den Pullis fertig war. Ich wusste noch, daß das Muster kraus-rechts nicht sehr schwierig war, aber erinnerte mich daran, daß ich bei den Zu- und Abnahmen immer nachfragen musste.

Die Anleitung ist aus "Das große Buch der Handarbeiten II" aus dem Jahr 1978. Streifenpullis gehen eigentlich immer; damals, vor 18 Jahren und heute... oder?

Die Wolle - 100% Polyacryl - habe ich damals zu dem Schnäppchenpreis von 99 Pfennig erstanden. Damit komme ich bei 16 Knäulen auf etwa 8€ Materialkosten für den Pulli, nicht schlecht.

Soweit klappt es ganz gut, ich habe gerade den grünen und den pinken Streifen fertig. Die Zunahme am Ausschnitt habe ich soweit ganz gut hinbekommen und den Farbwechsel nach je 22 Reihen oder 11 Rippen auch.

Seit ich das Teil wieder rausgekramt hab stricke ich jeden Tag mal mehr mal weniger daran. An einem normalen Fernsehabend kommen schon ein paar Reihen zusammen. Ich finde es auf jeden Fall überhaupt nicht mehr schwer sondern eher entspannend und es macht ein bißchen süchtig... Nun habe ich sogar schon weitere Projekte in Planung, hab mich bei Ravelry angemeldet und kaufe Wolle statt Stoffe.

Ich werde berichten wie es weitergeht. Irgendwann möchte ich meine Socken selbst stricken können, die früher meine Oma gestrickt hat und die jetzt meine Mutter strickt. Und wenn ich mit dem Stricken dann soweit komme wie mit dem Nähen, erkenne ich bei einem Strickteil genau wie es gemacht ist und wie ich es nachstricken kann.

Was denkst du übers Stricken? Noch spießiger als Nähen? Leider oder zum Glück wieder angesagt?


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Kommentare: 5
  • #1

    dunkelelfeeyrin (Montag, 13 Oktober 2014 22:24)

    Also Längsstreifen finde ich toll. Mit Längsstreifen gibt es viel zu wenig Klamotten, obwohl die doch schlank machen ;)

    Stricken fetzt. Wenn man es zeitgemäß/modern interpretiert, können stylische Hingucker entstehen ^^

  • #2

    Anja (Dienstag, 14 Oktober 2014 05:36)

    Ich finde Strümpfe stricken auch super.....

  • #3

    zebraspider (Dienstag, 14 Oktober 2014 11:35)

    Ich war auch erstaunt wie viele schöne, moderne Strickanleitungen es gibt. Neben den Streifen finde ich es auch toll, daß man da Strukturen reinbringen kann.
    Bis ich Strümpfe stricken kann wird es wohl noch ein paar Jahre dauern, hab noch viel zu lernen ;)

  • #4

    Mai (Sonntag, 18 Januar 2015 19:24)

    Stricken ist super, finde ich zumnidest :) Ich habe diesen Winter wieder 7 Paare Socken gestrickt, 3 davon für mich und 4 zum verschenken. Seit ich 13 bin stricke ich, in den letzten paar Jahren aber deutlich mehr. Socken waren, dank Anleitung meiner Mutter, nie schwer für mich zu stricken.
    Wenn man Strick-Basics drauf hat, ist der Rest der Socke eigentlich garnicht so kompliziert :)

  • #5

    zebraspider (Sonntag, 18 Januar 2015 19:54)

    Das ist schön zu hören :) Dann übe ich noch ein bißchen rechte und linke Maschen und wag mich danach an die Socken ;)