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Küchenrolle aus Waffelstoff


Ich arbeite ja daran die Wegwerfprodukte in meinem Haushalt zu reduzieren und nach und nach durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Nach den selbst gemachten Abschminkpads nun also ein weiterer Beitrag zum Thema. Diesmal geht es um die Küchenrolle, die hier England nicht überall als Recycling-Produkt zu haben ist und wenn, dann teuer. Da liegt es natürlich nahe einen Ersatz aus geeignetem Stoff herzustellen.

Küchenrolle aus Waffelstoff - umweltfreundliche Alternative - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Ich hatte im Internet schon genähte Tücher gesehen, die auf der einen Seite gemusterte Baumwolle und auf der anderen Frottee hatten. Außerdem waren sie an den Seiten mit Druckknöpfen verbunden und aufgerollt, also ziemlich nah dran am Original. Ich fand das zwar sehr schick, aber mir war das wohl zu viel Arbeit, denn so richtig motiviert Stoffe zu kaufen und die Idee so umzusetzen war ich nicht.

Küchenrolle aus Waffelstoff - Biobaumwolle statt Wegwerfprodukt - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Den richtigen Anstoß für das Projekt bekam ich, als ich den schwarzen Waffelstoff bei der Organic Textile Company entdeckt habe - er wird dort Basketweave genannt. Ich musste bei der Struktur schon direkt an "Küchenrolle" denken, aber es hat noch eine Weile und einen Spontankauf eines Jersey-Restepakets gebraucht, bis ein Meter des Stoffs bei mir zu Hause war. Er liegt etwa 140 cm breit und ist aus 100% Biobaumwolle. 
Nach dem Waschen bei 60°C war die Kästchen-Struktur noch viel deutlicher ausgeprägt und der Stoff in der Fläche geschrumpft. Das war natürlich zu erwarten, leider ist er aber an den Schnittkanten auch sehr ausgefranst. So hatte ich noch 120 cm in der Breite und etwa 95 cm Länge - wobei ich vermute, daß es vorher ein gutes Stück mehr als 1 m war. Ursprünglich wollte ich quadratische Tücher machen, doch um die Fläche komplett zu nutzen hab ich ne Weile hin und her überlegt.
Küchenrolle aus Waffelstoff - waschbare Zewas in schwarz - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Dann ist mir aufgefallen, daß 24 x 24 cm gut aufgehen und hab mir den Stoff noch etwas zurecht gezogen. Ist glaub ich ne gute Größe und ich hab so genau 20 Stück raus bekommen. Gerade zuschneiden war kein Problem, aber mit dem Umnähen musste ich erst ein bißchen rumprobieren. Ich habe die Kanten mit einer Nadel auf der Overlock versäubert, die Fadenspannung hoch und den Stich enger gestellt.

Küchenrolle aus Waffelstoff - Struktur und Overlock-Naht im Detail - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Es ist zwar kein stretchiger Stoff, aber durch die Webart zieht er sich doch ganz (un-)schön. Mit dem Differenzialtransport auf 2 hielt sich das Wellen in Grenzen.  Buntes Garn macht sich hier bestimmt auch gut, aber ihr kennt mich ja. ;) Von der Anwendung kann ich noch nicht so viel berichten, aber im Gegensatz zu unseren Küchenhandtüchern (Abtrockentüchern) sind sie saugstärker und durch die Farbe resistenter bei Flecken.

Küchenrolle aus Waffelstoff - Stoffservietten im Zebra-Utensilo - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog
Neben der Funktion als Küchentücher wollte ich die Stoffquadrate auch als Servietten nutzen, da kam bisher auch meist Küchenrolle zum Einsatz. Um ein paar der Tücher griffbereit im Wohnzimmer aufzubewahren, habe ich mir noch schnell ein passendes Utensilo genäht. Der Innenstoff ist der Zebraflanell, den ich schon beim Kissen und meiner Weste vernäht habe. Das fertige Stoffkötbchen hat einen Durchmesser von etwa 12,5 cm.
Küchenrolle aus Waffelstoff - aufgerollt um Utensilo - Zebraspider DIY Anti-Fashion Blog

Die Quadrate hab ich in der Mitte gefaltet und aufgerollt. Die Struktur gefällt mir richtig gut und ich überlege schon, ob ich noch was anderes aus dem Stoff machen kann. Er ist wie gesagt nicht elastisch aber vielleicht als kleines Dekorationselement? Was meinst du?


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